VR-Fibel, Teil 1: Begriffserklärungen

Virtual Reality

„VR“ steht für „Virtual Reality“. Mit VR-Brillen können wir uns frei in einer virtuellen Welt bewegen. Dies könnte ein historisches Gebäude sein, ein geplanter Maschinenraum, Datenwolken und -netze oder ein ein begehbares Modell des Herz-Kreislauf-Systems.

3D und VR

Jede Anwendung, bei der man sich (am Bildschirm oder mit Brille) in einer dreidimensionalen Welt bewegt, ist eine 3D-Anwendung.
Jede VR-Anwendung ist eine 3D-Anwendung, aber nicht jede 3D-Anwendung ist eine VR-Anwendung.

Immersion

Das Eintauchen in einer virtuelle Welt, die aufgrund der ausschließlich virtuellen Stimulation des Bewusstseins des Benutzers zunehmend als real empfunden wird.

Brille/Headset

VR-Brillen werden auch als (VR-)Headset bezeichnet. In VR-Brillen/Headsets sind normalerweise auch Kopfhörer und ein Mikrophon eingebaut. 

Controller

Mit (VR-)Controllern können Nutzer mit der Virtuellen Welt interagieren. Der Controller ist in der Virtuellen Welt wie eine Hand, die auf Knopfdruck greifen kann. Der Controller könnte aber auch als nutzbares Werkzeug (wie etwa eine Bohrmaschine) abgebildet werden.

Es gibt Controller, die in Handhabung und Gewicht schon in der echten Welt anderen Werkzeugen nachempfunden wurden um die Immersion noch zu steigern. 

Sensoren/Basisstationen

Sensoren beziehungsweise Basisstationen

Viele VR-Brillen benötigen 2 oder mehr Sensoren in den Ecken des Raumes, um die Bewegungen des Nutzers richtig zu erkennen. Diese Sensoren werden oft auch „Basisstationen“ genannt. Sie können entweder fest an der Wand verschraubt werden oder auf tragbaren Stativen aufgestellt werden.

Mit vier Sensoren können bis zu 10m*10m abgedeckt werden.
Größere Hallen können mit mehr als 4 Sensoren bestückt werden, jedoch kann der Einsatz von Trennwänden nötig werden. Alternativ können große Hallen mit Sensor-Matten ausgelegt werden.
Sensoren werden idealerweise auf einer Höhe von über 2 m installiert.

Computer

Die meisten VR-Brillen benötigen einen zusätzlichen Computer, der das Programm ausführt und die 3D-Grafik berechnet. Da diese Berechnungen sehr anspruchsvoll sind, sind normale Büro-Computer für diesen Zweck nicht leistungsstark genug.
Einige wenige VR-Brillen (wie beispielsweise die „Oculus Quest“, siehe unten) benötigen keinen zusätzlichen Computer.

AR, MR, XR und Datenbrillen

AR („Augmented Reality“) unterscheidet sich von VR. Mit einer AR-Brille kann der Nutzer die echte Welt durch ein Kamerabild sehen, bekommt aber zusätzliche 3D-Objekte angezeigt. So kann man beispielsweise Informationen zu Kunstwerken in einem Museum oder Bedienungshinweise zu technischen Geräten einblenden.
Datenbrillen sind eine eingeschränkte Variante hiervon: sie können keine 3D-Objekte in die Welt projektieren, aber sie könne wie AR-Brillen zusätzliche Text-Informationen zu real existierenden Objekten anzeigen.
Die Begriffe „MR“ und „XR“ stehen beide für „Mixed Reality“. „Mixed Reality“ und ist ein Sammelbegriff, der sowohl AR als auch VR einschließen soll. 

Hier geht es zu Teil 2: Räume und Multi-User-Anwendungen

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