Energie-Management

Regelintervall

Energie-Management (EM) ist das Verteilen von Energie auf verschiedene Abnehmer. Da es hierbei zwangsläufig zu Engpässen kommen kann, wird es häufig auch als „Last-Management“ bezeichnet.

EM ist immer dann besonders effizient, wenn die Abnahme flexibilisiert werden kann, wofür sich Elektro-Ladeinfrastruktur hervorragend eignet: während ein ICE bei Wolken nicht langsamer fahren, eine Fertigungsstraße in der Industrie nicht weniger Stückzahlen produzieren soll, so kann man Fahrzeug-Batterien wunderbar unterschiedlich schnell und stark aufladen.

Dafür hat sich neben dem Begriff „Smart Grid“ auch der Begriff „Smart Charging“ etabliert in dessen Kontext man häufig diese Begriffe hört:

  • statisches Lastmanagement: feste Vorgabe für eine Ladestation / einen Ladepunkt (meist in Form von kW und/oder Ampere pro Phase)
  • integriertes Lastmanagement: damit ist gemeint, dass die Ladestation für bis zu 16-Ladepunkte selbst nach gewissen Voreinstellungen entscheidet, wie die Energie verteilt werden soll. Dabei kennt sie Zuleitungen, Leistungsfähigkeit der Ladepunkt (Max. Power in kW) und Einspeiseakzeptanz der Fahrzeuge. Sie weiß allerdings nichts von externen Stromquellen (Prosumern), anderen Ladestationen oder Drittabnehmern, den Bedürfnissen des Nutzers oder gar Drittsystemen (Tourplanung etc.).
  • dynamisches Lastmangement: damit ist meistens eine zusätzliche Steuereinheit gemeint, letztlich weitere Software im Edge- oder Cloud- Computing, die mehr über Topologie und Nutzer weiß als die einzelne Ladestation, ganz scharf ist das aber nicht definiert.

Gridware unterscheidet sprachlich und logisch zwischen EM mit statischer Max.-Wert-Vorgabe und EM mit dynamischer Max.-Wert-Vorgabe und definiert dafür zwei unterschiedliche Akteure in der Smart Grid Topologie: Ladecluster für statische Max.-Wert-Vorgaben und Ladefarm für dynamische Max.-Wert-Vorgaben. Analog zur Namensgebung beim „integrierten Lastmanagement“, wo Hersteller von „Ladecluster“ sprechen, können in Gridware physikalisch verbundene Ladestationen zu einem Ladecluster (mit eigener Zuleitung) zusammengefasst werden, wo statische Max.-Werte gelten.

Für dynamische Max.-Werte braucht es weiterer Akteure in der Topologie, z.B. Smart Meter, die Gridware dann in einer Ladefarm anordnet, denen wiederum ein oder mehrere Ladecluster unterstellt sein können.

Wir trennen diese beiden Konzepte auch deshalb, weil die die EM Algorithmen recht unterschiedlich funktionieren müssen, insbesondere dort, wo der dynamische Max.-Wert so stark absinken kann, dass kein Grundstrom verteilt werden kann mit entsprechender Auswirkung auf die Offline-Fähigkeit der Ladeinfrastruktur.

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